Steinhude 2012: 0 bis 95 Grad

Tja, fast hätte es sogar geklappt mit der RL Wertung. Allein, die Temperaturen waren derart schattig, dass einige gemeldete Kapitäne es vorzogen das erste Rennen des Jahres noch ein Weilchen zu vertagen.

Während die meisten F18 erst am Samstagmorgen anreisten, wurde das parkartige Gelände des Yacht Club Steinhuder Meer bereits am Freitag von der Verwandtschaft aus der temperaturunempfindlicheren Topcatfamilie sehr gut bevölkert. Absolute Hochachtung vor deren Sportsgeist, am Ende waren tatsächlich nicht weniger als 19 der weissroten Cats auf der Bahn, dazu noch 5 der unverwüstlichen Dart Klassiker.
Der YStM hat extra einen Trecker angeschafft, um die Trailer auf die Takelwiese zu ziehen.

Mützen und Thermohandschuhe gehörten bereits beim Aufbau zum notwendigen Outfit. Dazu blies es auf der Bahn laut Wettfahrtleitung in Böen mit bis zu 30 satten Knoten. Schon erstaunlich, welcher Windruck bereits an einem Spibaum mit Sack oder an einem Schwert beim Herumhantieren an Land entstehen kann.

Es gab also am Sonnabend definitiv gemütlichere Orte als die Oberfläche des Steinhuder Meeres, und so zog es nach der endgültigen Startverschiebung gegen 16:30 einen Teil der F18 Horde in ein paradisisch anmutendes Ambiente im nicht allzu weit entfernten Stadthagen. Die Tropicana Therme hat zu viele Saunen, um sie an nur einem Tag schaffen, und mit maximal einem Badelaken oder Bademantel bekleidet lässig an der Theke abzuhängen hat definitiv seinen Reiz. Man mochte gar nicht mehr gehen bei soviel gepflegter Gastlichkeit.

Favorit war die so genannte Ritualsauna mit 95 Grad, das Ritual fand aber nicht statt oder wir haben es knapp verpasst. Nach dem Wellnessprogramm stand noch ein Besuch in einer uralten gastronomischen Institution an,  jedenfalls ist einer der Teilnehmer dort bereits zu Schulzeiten ein- und ausgegangen.

Sonntag ging es dann nach einem Temperatursturz von 92 Grad in 12 Stunden tatsächlich aufs Wasser. Geboten wurde dort in drei Läufen Genusssegeln pur bei bis zu 20 Knoten Wind und blauem Frühjahrshimmel. Bekanntlich kann einem auch bei 3 Grad richtig warm werden, man muss sich nur entsprechend bewegen. Immerhin 6 F18 tobten ohne wesentliche Ausfälle über den See, wobei Ecky und Sönke ihren Capricorn am zügigsten über den Teich bewegten und den ersten F18 Auftakt in Stonehude seit ein paar Jahren souverän gewannen. Neu in der Family war Tobis Vorschoter Alex, der seine Headcam mitlaufen lies und den ersten GER F18 Actionfilm in diesem Jahr in Netz stellte.

Die Siegerehrung in der professionell bewirteten, supergemütlichen neuen Kaminlounge des YStM war so entspannt wie das gesamte Wochenende, viele Dank an dieser Stelle noch einmal an Ulrike Grüneberg, Helmut Namendorf und das gesamte Team des Vereins. Nette Idee, das mit den individuellen Bildern auf den Urkunden (jeder wurde beim Auslaufen von einem verankerten P-Boot aus fotografiert)! Eine allseits bekannte Segelfreundin nahm als Mitbringsel aus Steinhude anstelle der sonst üblichen Räucheraale tatsächlich einen echten Dackel mit, die besten Wünsche an dieser Stelle noch einmal an das gute Hundetier!

Alles in allem ein sehr angenehmes Weekend. Die F18 kommen gern wieder nach Steinhude!

Matt