Bericht IDB 2013 Tegernsee

Jahrhunderthochwasser beendet die IDB am Tegernsee vorzeitig

Zwar waren die Wetterprognosen für die Austragungstage der IDB sowieso nicht so berauschend, aber das es dann so enden sollte, habe ich mir auch nicht vorstellen können.

Von den insgesamt 31 gemeldeten Booten, kamen, trotz des schlechten Wetters, 24 Crews, davon sogar eine Crew aus Belgien und eine aus Finnland. Wie geplant wurden die Boote mit Trailer am Anreisetag auf dem Sandstrand an der Point aufgestellt.

Der erste Regattatag begrüßte die Segler mit Kälte und Regen. Der Versuch der Wettfahrtleitung eine Wettfahrt an zuschießen scheiterte allerdings an den ständig drehenden Winden mit großen Flautenlöchern und plötzlich auftretenden Fallböen.

Bis zum Abendessen konnten sich somit die Segler in der Seesauna oder anderweitig wieder aufwärmen. Durch den Dauerregen beunruhigt, bat ich die Segler bereits am Nachmittag mehrmals, die Boote, aufgrund des stetig steigenden Wasserpegels, auf die daneben liegende höhere Wiese zu verlegen. Doch die Segler waren der Ansicht das keine Gefahr in Verzug besteht.

Nachdem um 20 Uhr der Wasserstand bereits die Boote am Strand erreicht hatte, musste dann doch die vorhergesehene Evakuierung der Boote erfolgen und die Trailer auf den höher gelegenen Parkplatz abgestellt werden.

Am Samstag Morgen zeigte es sich, dass die Aktion nicht umsonst war. Die Trailer wären im Wasser versunken und die Boote entweder im Ringsee oder in der Egener Bucht irgendwo gestrandet.

Die sich am Vormittag lockernde Bewölkung lies hoffen, dass sich eventuell eine Wetterbesserung einstellen könnte. Nach anfänglicher Flaute kam gegen Mittag etwas Wind und wir wurden aufs Wasser geschickt. Die leichte Brise war aber nur ein Vorbote der Schlechtwetterfront. Die Wettfahrtleitung versuchte zwar eine Wettfahrt, die aber wiederum an den drehenden Windverhältnissen scheiterte. Nachdem die Boote mit Genacker zur Luv-Tonne und mit Genacker zur Lee-Tonne segelten, wurde die Wettfahrt abgebrochen und die Crews wieder an Land geschickt. Nachdem sich die Windverhältnisse, begleitet mit massiven Regengüssen, nicht änderte, fand am Samstag kein weiterer Versuch eine Wettfahrt abzuhalten, statt.

Nachdem gemeinsamen Abendessen fand die ordentliche Sitzung der KV, begleitet von dem im Hintergrund im Fernsehen laufenden DFB-Endpokal Spiel (Bayern gegen Stuttgart, 3 :2), statt. Aufgrund  der nicht endenden Regenschauer und des weiter steigenden Wasserpegels, sahen wir uns gezwungen um 23 Uhr nochmals die Boote auf der Wiese weiter nach oben zu verlegen.

Meine ungute Vorahnung am Sonntag Morgen wurde beim Eintreffen am Yachtclub bestätigt. Das Wasser stand bereits im vorderen Bereich des Yachtclubgeländes. Somit stand fest, die IDB muss abgebrochen werden, da die Straßen um den See ebenfalls bald überfluten.

Rechtzeitig, bevor die Straße nach Gmund gesperrt wurde, konnten alle Crews mit ihren Booten abreisen. Um ca. 15 Uhr war die Straße dann gesperrt.

Ich bedanke mich auf diesem Wege nochmals bei den Crews aus den Norden , Belgien und Finnland, die trotz der schlechten Wetterprognose zur IDB angereist kamen und die 3 Tage durchgehalten haben.

Wolfgang Godderis

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